Unsere Geschichte

Wiesbaden, den 14. Dezember 1927 – bei der Gründungsversammlung des Wiesbadener Reit- und Fahr-Clubs e.V. wurden die Ziele des neuen Clubs abgesteckt: „Förderung des Reit- und Fahrsports und die Pflege aller verwandten Interessen………“. Der WRFC war zwar nicht der erste Reitverein, der sich in Wiesbaden gründete, aber einer, der von Beginn an eine klare Zielsetzung verfolgte.

Die ersten Aktivitäten waren gemeinsame Reitstunden im legendären „Tattersall Weiß“ in der Saalgasse am Hang zur Bergkirche. Dann kamen bald Ausritte in die herrliche Wiesbadener Umgebung hinzu. 1928 fand die erste Hubertusjagd statt. Gesellschaftliches Leben wurde zu dieser Zeit groß geschrieben. Kein Ausritt, keine Jagd war ohne ein gemeinsames Treffen mit Mitgliedern und Freunden zu denken. Die Wiesbadener Hotels, das Kurhaus und das noch vollkommen intakte Jagdschloss auf der Platte boten einen schönen Rahmen für diese Veranstaltungen.

Heimritte von dort im Mondschein waren ein unvergessliches Erlebnis für alle Teilnehmer. In der Reitabteilung der ersten Jahre waren besonders aktiv: Gertrud Flemming, Fräulein Fußbahn, Irene Pabst, Christa Rospatt, Fräulein Vogel, die Herren Bechtold, Fliegeiskamp, Dr. Gäfgen, Wilhelm Müller und Karl-Heinz Pabst. Die Tattersall-Besitzer und Reitlehrer Schallenbach und Weiß waren nicht wegzudenken. Sie alle legten den Grundstein für das reiterliche Leben und den Zusammenhalt des jungen Clubs, der inzwischen 151 Mitglieder zählte. Angeregt durch die Turniere in Frankfurt, Bad Nauheim, Alzey und Erbenheim wurde bald die große Idee, in Wiesbaden ein Reitturnier zu veranstalten, geboren und sofort in die Tat umgesetzt.

Am 1. und 2. Juni 1929 war es soweit, die Geburtsstunde der Wiesbadener Reitturniere auf dem Sportplatz Kleinfeldchen konnte gefeiert werden. Reiter aus Wiesbaden, Frankfurt und Darmstadt waren am Start. Reiter der Reitabteilungen Erbenheim, Kloppenheim, Bierstadt, Sonnenberg und des Reitsportvereins Hochheim hörten auf das Kommando des 1. Turnierleiters, des 1. WRFC-Präsidenten Generalleutnant der Kavallerie a.D. Günther von Etzel, der die Geschicke des WRFC von 1928 – 1933 leitete. Sechs „öffentliche Prüfungen“ und ein Abteilungswettkampf der ländlichen Reitvereine waren ausgeschrieben. Die Pfingstturniertradition war begründet.

Zusätzlich zu dem Pfingstturnier wurden in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts auf Initiative und mit tatkräftiger Unterstützung einige junger Vereinsmitglieder regelmäßig  Vielseitigkeitsturniere auf dem Gelände des Reitstalles Fasanerie veranstaltet.

Auch die traditionelle Hubertusjagd und diverse Hubertusbälle waren fester Bestandteil unseres jährlichen Kalenders – nun abgelöst vom Sternritt zum Jagdschloss Platte, der jedes Jahr viele Freizeitreiter auf die Platte lockt.

Soziale Projekte

Seit Jahren steht bei jeder Springprüfung ein Sprung des Lions-Clubs Taunusstein im Parcours. Für jeden Abwurf  spendet der Lions-Club fünf Euro an das Therapeutische Reiten.

Igor Bagrov war bei einer Showvorführung so unglücklich gestürzt, dass er eine Querschnittslähmung erlitt. Kurzerhand entschloss sich 2005 der WRFC, den Schlossempfang öffentlich zu machen und Eintritt zu nehmen. Der Erlös kam Igor Bagrov zu gute.

Alljährlich versendet der Wiesbadener Reit- und Fahr-Club e.V. an alle Biebricher Vereine Freikarten für den Eintritt zum Pfingstturnier.

2015 zögerte der Verein nicht, bei der Aktion „Reiten gegen den Hunger“  mitzumachen. Ob im VIP-Zelt, in der Mixed-Zone, am Infopoint oder beim Schlossempfang, überall standen Spendenboxen für diese Aktion.

Im Zuge der Sponsoren-Vereinbarung mit Qatar im Jahr 2015, zeigte sich der Sponsor großzügig und setzte neben dem Sponsoring für das Turnier noch eine Summe von 25.000 Euro für die Deutsche Krebshilfe oben auf.